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Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf
Vom Grunderwerbsteuer-Satz bis zur Beispielrechnung: So planen Sie die Nebenkosten eines Immobilienkaufs realistisch.
Warum Kaufnebenkosten so wichtig sind
Beim Immobilienkauf zählt nicht nur der Kaufpreis: Je nach Bundesland und Finanzierung kommen schnell 8 bis 12 Prozent des Kaufpreises als Nebenkosten hinzu. Banken finanzieren diese Kosten in der Regel nicht mit — sie müssen aus Eigenkapital bezahlt werden.
Wer die Nebenkosten von Anfang an einplant, vermeidet böse Überraschungen bei der Finanzierung und kann sein Budget realistisch aufstellen.
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer ist der größte Posten und wird beim Kaufvertrag fällig. Der Satz hängt vom Bundesland ab und liegt derzeit zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises.
Beispiel: In Bayern werden 3,5 Prozent fällig, in Nordrhein-Westfalen 6,5 Prozent. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro sind das 10.500 bzw. 19.500 Euro — ein Unterschied, der die Finanzierung erheblich beeinflusst.
Notar und Grundbuch
Der Kaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Die Notarkosten richten sich nach dem Kaufpreis (Gebührenordnung) und liegen üblicherweise bei etwa 1,0 bis 1,5 Prozent.
Für die Auflassung und die Eintragung ins Grundbuch kommen weitere rund 0,5 bis 1,0 Prozent hinzu. Auch hier gilt: Je höher der Kaufpreis, desto höher die Gebühren.
Maklerprovision
Bei vermittelten Objekten fällt zusätzlich eine Maklerprovision an. Seit 2020 gilt bei Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher ein Teilungsgebot: Die Provision wird in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer geteilt.
Auf immoNissimo finden Sie vor allem Angebote, die Sie direkt vom Eigentümer oder mit transparent ausgewiesener Provision erwerben — beim Kauf von Privatanbietern entfällt die Käuferprovision häufig vollständig.
Beispielrechnung: Wohnung für 300.000 Euro
Angenommen, Sie kaufen in Nordrhein-Westfalen eine Eigentumswohnung für 300.000 Euro ohne Maklerprovision:
- Grunderwerbsteuer (6,5 %): 19.500 €
- Notar (ca. 1,5 %): 4.500 €
- Grundbuch (ca. 0,7 %): 2.100 €
- Gesamtnebenkosten: rund 26.100 €
- Gesamtaufwand: rund 326.100 €
Tipp: Nebenkosten früh mitfinanzieren
Rechnen Sie die Nebenkosten bereits bei der Budgetplanung und bei der Suche mit. Wer sich eine Immobilie für 300.000 Euro leisten kann, braucht in vielen Bundesländern zusätzlich 25.000 bis 35.000 Euro an Eigenkapital.
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